Musik

Green Day schubst Eminem vom Thron

Der weihnachtliche Sturm auf die CD-Regale ist vorbei. Deshalb erobert Green Day mit vergleichsweise bescheidenen Verkaufszahlen die Spitzenposition in den amerikanischen Album-Charts zurück. Doch der Vorsprung vor Eminem ist hauchdünn.

Weihnachten war im letzten Jahr, der Sturm auf die CD-Regale ist vorbei. Deshalb erobert Green Day mit vergleichsweise bescheidenen Verkaufszahlen die Spitzenposition in den amerikanischen Album-Charts zurück. Doch der Vorsprung vor Eminem ist hauchdünn. „American Idiot“ verkaufte sich in der Woche bis zum 9. Januar 100.167 Mal, „Encore“ liegt mit 99.989 Exemplaren – also nur 178 Stück weniger – auf Rang zwei. Bei nahezu allen Titeln gingen die Verkäufe in der letzten Woche noch einmal deutlich – zum Teil um 50 Prozent – zurück, nachdem sie bereits in der Woche nach Weihnachten stark einbrachen.

Die Verluste unter den Spitzenreitern fielen jedoch unterschiedlich stark aus, was zu Verschiebungen in den Top Ten führt: Position drei geht an eine Independentplatte: TVT-Act Lil Jon und seine East Side Boyz setzten 80.000 Einheiten von „Crunk Juice“ ab, gefolgt von John Legend, dessen „Get Lifted“ in der zweiten Woche 75.000 neue Fans fand. Fünfhundert CDs weniger verkaufte Ludacris, dessen „The Red Light District“ Platz fünf belegt. 70.000 Einheiten von „Destiny Fulfilled“ reichen Destiny’s Child für Rang sechs, während Shania Twain mit 69.000 Kopien ihrer „Greatest Hits“ ebenso zurück in den Top Ten (sieben) ist wie Kelly Clarkson, deren „Breakaway“ 67.000 Units unters Volk brachte (zehn).

Platz acht geht an Jay-Z/Linkin Park für 68.000 verkaufte Exemplare von „Collision Course“, neunter ist Usher, der 67.000 Stück von „Confessions“ absetzte. Gegen den Trend schwimmt weiterhin der Soundtrack zu „Garden State“, der von 51 auf 22 steigt, dank einer Verkaufszahl von 44.000 Stück – 21 Prozent mehr als in der Vorwoche.

Alles in allem sieht es nach dürftigen Januarzahlen für die US-Branche aus: Die Händler verkauften in der zweiten Kalenderwoche mit 10,6 Mio. Einheiten ein Drittel Alben weniger als in der Woche zuvor und 28 Prozent weniger als im Vergleichzeitraum des Jahres 2004.

Mehr zum Thema