Auch wenn die Fernsehzuschauer bei der Verleihung der Grammys immer weniger werden, die Platten der Preisträger werden wieder stärker gekauft. Die meisten US-Händler berichten von einem besseren Award-Geschäft als im vergangenen Jahr. Es lässt sich zwar noch nicht absehen, welches Album am meisten von der dreieinhalbstündigen Preisgala profitiert, doch manche Titel werden nach ersten Verkaufstrends um bis zu 300 Prozent zulegen. Beobachter rechnen mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen für Platz eins zwischen Ray Charles und Green Day. Sowohl „Genius Loves Company“ als auch „American Idiot“ wird für die Woche bis einschließlich 20. Februar ein Stückzahlenabsatz von 230.000 bis 250.000 zugetraut.
Solange Charts-Ermittler SoundScan noch zählt, dienen vor allem die Verkaufscharts von Amazon und iTunes als Barometer: Beim CD-Versender liegen Ray Charles‘ Duette vor „Idiot“, im Downloadshop von Apple kommt Green Day nur auf Rang drei hinter dem Soundtrack von „Garden State“. Aber auch die Moderatorin der Grammy-Verleihung wird nicht leer ausgehen: Mit ihrer ersten Platte als Jazz-Sängerin könnte die frühere Rapperin Queen Latifah den Sprung zurück in die Top 50 schaffen. „The Dana Owens Album“ fand ersten Schätzungen zufolge fast 50.000 neue Fans.



