Musik

Goldsmith greift Gesetzentwurf an

Eine geplante Neuregelung des britischen Arbeitsrechts ist der britischen Veranstalterlegende Harvey Goldsmith ein Dorn im Auge: Sollte das Gesetz kommen, würden Touren in UK für internationale Acts erheblich schwerer und teurer, klagt Goldsmith.

Eine geplante Neuregelung des britischen Arbeitsrechts samt entsprechenden Visa-Vorschriften ist der britischen Veranstalterlegende Harvey Goldsmith ein Dorn im Auge: Sollte das Gesetz kommen, würde es für internationale Musiker und ihre Veranstalter erheblich schwerer und teurer, Touren in UK zu organisieren, klagt Goldsmith.

Während im Rahmen der derzeitigen Bestimmungen eine gemeinsame Arbeitserlaubnis für alle Mitglieder einer tourenden Band ausreicht, müsste künftig jeder Musiker ein einzelnes Visum und die passende Arbeitserlaubnis beantragen – und zudem steigende Gebühren bezahlen. Goldsmith schätzt, dass die Visa-Zahlungen auf das Siebenfache wachsen werden.

„Wenn dieser Entwurf kommt, wird es für ausländische Künstler nahezu unmöglich, in unser Land zu kommen“, meinte Goldsmith. Er sehe keinen Grund für die geplanten Änderungen und forderte die gesamte Musik- und Veranstalterbranche dazu auf, die Politik auf dieses Problem hinzuweisen.

Derzeit kostet die benötigte Arbeitserlaubnis eine Band 153 Pfund oder umgerechnet knapp 230 Euro. Schätzungen zufolge touren jedes Jahr rund 10.000 internationale Acts mit zusammen 35.000 Mitgliedern durch Großbritannien. Die britische Musikwirtschaft bringt demnach schon heute rund 1,5 Millionen Pfund pro Jahr allein für Visa mit Arbeitserlaubnis auf, künftig könnten es bis zu elf Millionen Pfund oder umgerechnet mehr als 16 Millionen Euro werden.