Musik

Global Chrysalis Music Publishing mit neuer Firmenstruktur: Musikverlag baut lokale A&R-Abteilung aus

Global Chrysalis Music Publishingverstärkt sich personell: Thomas Glagow übernahm nun die alleinige Geschäftsführung und kann vier neue Mitarbeiter in unterschiedlichen Bereichen des Musikverlags begrüßen.

“Wir gehen in diesem Jahr nach vorn“, stellt Thomas Glagow, seit Januar Geschäftsführer bei Global Chrysalis Music Publishing, fest. Er übernahm inzwischen die alleinige Geschäftsführung, während der bisherige Geschäftsführer Peter Kirsten dem Verlag als Präsident in beratender Funktion verbunden bleibt.

Glagow war früher unter anderem für das Hamburger Fachgeschäft Schallplatte am Mönckebergbrunnen tätig sowie als Moderator und Redakteur für den Sender Radio 107, das spätere Alsterradio.

Um den Anforderungen des Geschäfts zu entsprechen, stellte Glagow Global Chrysalis zunächst personell breiter auf: Mit Corinna Schröder verstärkt eine frühere Mitarbeiterin des Kick Musikverlags und von Winter & Winter das Copyrigth Department und der frühere Zomba-Mitarbeiter Frank Starke unterstützt als A&R-Manager Holger Decken in dieser Funktion.

Außerdem konnte mit Bernhard Englmann ein ehemaliger Mitarbeiter aus dem Hause Universal für den Bereich Exploitation gewonnen werden und mit Marion Hasenohr, zuvor beim Bundesverband Phono tätig, eine Assistentin der Geschäftsleitung.

Um dem erhöhten Platzbedarf gerecht zu werden, bezog der Musikverlag neue Räumlichkeiten in der Münchner Volkartstraße. Glagow blickt mit seinem Unternehmen, dem im Januar 1999 vom britischen Verlag Chrysalis übernommenen Global Musikverlag, optimistisch in die Zukunft: „Das schöne an der Firma Chrysalis ist, dass alle selbstverständlich auf Expansion aus sind und nicht – wie es oft genug geschieht – bei einem Firmenkauf die Rechte übernommen werden und die betreffende Firma geschlossen wird.“

Als vorrangige Ziele legt er fest, „die Bereiche Local A&R und Exploitation auszubauen“. Als Beispiele für kommende Erfolge aus dem eigenen Haus nennt er die lokalen Signings Anna, laut Glagow eine deutschsprachige Mischung aus Björk und Madonna, und den Songwriter Sebastian Wocker: „Ich denke, dass es noch viel gute Musik gibt, die ihren Weg finden wird. Zu unseren Partnern zählen dabei Majors und Indies, denn schließlich muss ein Künstler immer zur Firma passen.“

Die britische Mutterfirma errang im vergangenen Jahr den Titel des Independent Publishers Of The Year. Außerdem erzielte die gesamte Gruppe zum Geschäftsjahresende mit 93,6 Millionen Pfund ein Umsatzplus von 15 Prozent und mit 6,3 Millionen Pfund einen Ergebniszuwachs von 158 Prozent (EBITDA), wenn auch vor Rückstellungen für Aktivitäten im Bereich New Media.

Erfolgreichste Titel der Gruppe waren unter anderem der Soundtrack „Gladiator“ und die Rock-Formation Papa Roach. Zum Geschäft in Deutschland ergänzt Glagow: „Wir stehen gut da.“ Dazu trugen unter anderem im Bereich Exploitation Werbespots von Audi und Ariel bei, die mit Titeln aus dem Hause Global Chrysalis arbeiteten.