Das renommierte britische Glastonbury-Festival soll weiter wachsen. Bis zu 20.000 Besucher mehr gegenüber dem Jahr 2005 sollen 2007 die Festivalkassen passieren und die Gesamtzahl damit in die Nähe von 175.000 Musikbegeisterten rücken.
Diese Pläne verriet Melvin Benn, Managing Director von Mean Fiddler Festivals, die einen Anteil von 40 Prozent an Glastonbury besitzen und auch die Festivals Reading, Leeds und Homelands betreiben, im Rahmen der Ankündigung des neuen Festivals Latitude (Suffolk, 14.-16. Juli). Veranstalter Michael Eavis, der Glastonbury 1970 ins Leben rief, kündigte gegenüber BBC News eine räumliche Ausdehnung des Festivalgeländes um gut 400.000 Quadratmeter an.
In den 90er-Jahren hatte die Veranstaltung u.a. massiv mit dem Problem nicht zahlender Eindringlinge zu kämpfen und erwarb sich auch in punkto Gewalt und Drogen einen zweifelhaften Ruf. Im Jahr 2000 kamen schätzungsweise 200.000 Menschen auf dem Festivalgelände zusammen, die Hälfte davon illegal. Benn, der 2002 die Bereiche Sicherheit und Organisation übernahm, wird die Rettung des Festivals zugeschrieben. Seitdem zeugt die jährliche Nachfrage nach Tickets von der steigenden Popularität der Großveranstaltung. Letztes Jahr verkauften sich die 112.500 Wochenendkarten innerhalb von weniger als drei Stunden.


