Glastonbury-Chef Michael Eavis will die Zugriffsmöglichkeiten auf Tickets im nächsten Jahr ändern, um ein jüngeres Publikum für das britische Festival anzulocken. In diesem Jahr seien vor allem 30- bis 40-Jährige gekommen.
So erklärte Eavis, dass der Kartenverkauf über das Internet in diesem Jahr vor allem eine ältere Zielgruppe erreicht habe, von denen zu viele in mittleren Jahren gewesen seien, die sich entsprechend „zu respektabel“ verhalten hätten.
Aus diesem Grund sollen 2008 gleich 40 Prozent der Tickets telefonisch verkauft werden. „Wir wollen die Jungen zurück – die 16- bis 18-Jährigen, deren Anzahl in diesem Jahr gesunken ist“, führt Eavis aus. „Stattdessenn locken wir viel mehr 30- bis 40-Jährige an, aber wir müssen die Kids zurückgewinnen, die BBC1 hören und den ‚NME‘ lesen.“
„Diese Kids bringen dem Festival einen besonderen Schlag, sie sollten einfach Spaß haben. Aber unsere demographische Besucherstruktur verändert sich und das ist etwas beunruhigend. Denn dadurch könnten wir die Faszination verlieren, die Glastonbury für die Besucher ausstrahlt. Die älteren Gäste führen sich extrem höflich und respektvoll auf, aber das verändert den Charakter des Festivals.“
Laut Eavis hätten Teenager in diesem Jahr kaum Chance gehabt, an Karten zu kommen, da ältere Fans sich schnellere Internet-Verbindungen leisten können. Binnen 45 Minuten waren alle 137.000 Tickets verkauft. Beim Telefonverkauf würden die Kids mit ihren Mobiltelefonen schneller sein.


