Musik

GfK-Studie macht das Ausmaß der Bedrohung durch CD-Piraterie sichtbar: Bundesverband Phono bläst zum Angriff

133 Millionen CD-Rohlinge wurden im vergangenen Jahr mit Musik bespielt. Die Zahl stammt aus einer Studie über CD-Piraterie, die der Bundesverband Phono anfertigen ließ. Der Verband meint, die Zeit des Wegschauens sei jetzt vorbei.

“Gegen massenhaften Musikdiebstahl wehren wir uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln. Ohne Bezahlung können auch Künstler nicht von ihrer Kunst leben“, erklärt Bundesverbands-Geschäftsführer Peter Zombik. Und weiter: „Wir fordern die Bundesregierung auf, die legale Privatkopie deutlich einzuschränken“.

Der Widerstand kommt zur rechten Zeit: Händler wie Plattenfirmen-Chefs beklagen Umsatzeinbußen. Laut der Studie sind durch illegales Downloaden von Songs und durch CD-Brennerei Umsatzeinbußen in Höhe von 3,3 Milliarden Mark entstanden. Auch hinsichtlich der Downloads scheint der Hang der Bevölkerung zum Nichtbezahlen von Musik sehr ausgeprägt zu sein: Im vergangenen Jahr wurden 316 Millionen Downloads aus dem Internet gezogen, 228 Millionen davon illegal über Tauschbörsen wie Napster oder Gnutella. Im Durchschnitt ergaben sich 77,7 Stück oder Songs pro User. Kostenpflichtige Song-Downloads nutzten dagegen nur 5,5 Prozent aller Befragten.

Die Tonträgerindustrie schließt sich dem Engagement des Bundesverbands gegen CD-Piraterie an. In diesen Wochen werden die ersten CD-Veröffentlichungen mit einem Kopierschutz versehen, der das Abspielen der CDs auf PC-Laufwerken unterbinden soll.