Musik

Generalversammlung der Schweizer Urhebergesellschaft

Die Suisa schüttete im Jahr 2001 einen um 5,5 Prozent höheren Betrag an ihre Mitglieder aus als im Vorjahr. Die Suisa-Spitzen sprachen neben der positiven Bilanz 2001 auf der Generalversammlung am 21. Juni aber auch aktuelle Probleme an.

Die Suisa – Schweizerische Gesellschaft für die Rechte der Urheber musikalischer Werke – steigerte ihre Einnahmen aus Urheberrechten in der Schweiz und in Liechtenstein im Jahr 2001 um 4,3 Prozent auf 119 Millionen Franken. Das gaben Generaldirektor Dr. Alfred Meyer und Präsident Hans Ulrich Lehmann bekannt. Obwohl die Einnahmen aus dem Ausland mit 14 Millionen Franken um 0,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau blieben, verteilte die Suisa mit mehr als 113 Millionen Franken einen um 5,5 Prozent höheren Betrag an ihre Mitglieder als 2000. „Die Entwicklung der Einnahmen fiel in verschiedenen Bereichen unterschiedlich aus“, erklärte Meyer. „Während im Inland vor allem die Einnahmen aus Werbung im Fernsehen SRF zurückgingen, nahmen diejenigen aus Konzerten und dem Gastgewerbe zu, letztere auch Dank des neuen Tarifsystems.“

Die Einnahmen aus Aufführungs- und Senderechten stiegen um 3,7 Prozent auf nun 85 Millionen Franken. Meyer betonte außerdem: „Die von der Industrie beklagten Rückgänge der Tonträgerverkäufe wirkten sich in der Rechnung 2001 nicht aus.“ Die wirtschaftliche Lage der Musikbranche zeige sich allerdings teils erst mit Verspätung in den Erträgen der Suisa und kann in die Auswertung des laufenden Jahr einfließen: „Die Jahresrechnung 2001 darf gleichwohl als Beweis gelten für die Stabilität der Suisa sowie als Beleg dafür, dass Musik eben auch in schwierigen Zeiten unverzichtbar ist.“ Dagegen besteht nach Ansicht Lehmanns Handlungsbedarf angesichts des sinkenden Anteils Schweizer Produktionen in den Radioprogrammen der SRG: Laut Statistik ging der Anteil Schweizer Musik im Radio von 8,9 Prozent im Jahr 2000 auf nun 8,7 Prozent zurück. Dagegen weist die Mitgliederstatistik der Suisa ein Plus aus: Sie zählte im Jahr 2001 insgesamt 17.992 Mitglieder und Auftraggeber, im Vorjahr waren es 17.034 Registrierungen. Grund dafür sei der Zuwachs vor allem bei jungen Musikern aus den Bereichen Rock, Pop und Techno, auf die rund zwei Drittel aller Neuaufnahmen zurückgingen.