Im letzten statistisch erfaßten Jahr 1996 betrug die Zunahme der Delikte rund sieben Prozent. Der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels, Thomas Werz, sieht die steigende Diebstahlsquote allerdings nicht in sozialen Problemen begründet: „Ladendiebstahl ist ein Wohlstandsdelikt. Nicht Butter, Eier, Käse werden geklaut, sondern teuere Kosmetik und Musik-CDs, Dinge, auf die man auch verzichten könnte.“
Der hohe Anteil der Kinder (14 Prozent) und Jugendlichen (19 Prozent) unter den Ladendieben spricht, so Werz, für das Bedürfnis, all das zu haben, was der Schulbanknachbar auch hat. Den Ladendiebstahl insgesamt beziffert Werz in Deutschland auf gut ein Prozent vom Gesamteinzelhandelsumsatz.


