Musik

Geboren, um Bach zu spielen

Seit er 1955 und 1981 die „Goldberg-Variationen“ von Johann Sebastian Bach aufnahm, ist er untrennbar mit diesem Komponisten verbunden: Sie schufen den Mythos Glenn Gould und lassen ahnen, was der Musikwelt entging, als der Künstler am 4. Oktober 1982 50-jährig verstarb.

Sony Classical hält den Mythos am Leben, und veröffentlicht drei neue Editionen. Darunter die legendären „Goldberg-Variationen“ unter dem Titel „Glenn Gould – A State Of Wonder“ (Bestell-Nr.: 87703) in einer Drei-CD-Box, als Zugabe gibt es Ausschnitte aus der Studiositzung von 1955 und ein Interview von 1982. Beide Aufnahmen wurden neu digital gemastered und bilden einen klanglichen Fortschritt zur digitalen Ausgabe der Glenn-Gould-Edition, die vor zehn Jahren erschien.

Die beiden CDs des Doppelalbums „Gould – ein Leben in Musik“ (509 449-2) tragen bezeichnender Weise die Titel „Bach“ und „Non-Bach“. Sie bieten Studioaufnahmen aus der Zeit nach 1964, als sich Gould bereits aus dem Konzertgeschehen zurückgezogen hatte, darunter seine Bearbeitung von Wagners „Meistersinger“-Vorspiel. Eine Serie mit 17 weiteren Gould-Aufnahmen steht zusätzlich aktuell in den Läden.