Laut Microsoft-Mitbegründer Bill Gates verbuchte Apple mit iPod und iTunes im digitalen Musikgeschäft bislang nicht mehr als einen respektablen Anfangserfolg. „Der Markt steckt noch in den Kinderschuhen“, sagte Gates in einem Interview mit der Zeitschrift „MACup“. „Wenn man sich die Zahlen anschaut, sieht man, dass viele Menschen überhaupt noch keinen digitalen Musik-Player besitzen“, ergänzte er. Als Henry Ford sein T-Modell auf den Markt brachte, sei dies auch nicht das Ende der Automobilindustrie gewesen, sondern erst der Anfang einer Entwicklung.
In seiner Beschränkung auf nur einen Shop und ein Gerät habe Apple „einen guten Job gemacht“. Es sei laut Gates aber wichtig, Musik als einen Teil der Vision einer ständig verfügbaren digitalen Unterhaltungswelt zu sehen. „Wenn wir an Musik denken, dann denken wir nicht nur an einen einzigen Musikladen oder ein einziges Abspielgerät. Wir glauben, dass Auswahlmöglichkeiten wichtig sind. Und wir glauben, dass Abonnements von Musikinhalten – und nicht nur Downloads – der richtige Weg sein können.“ Gerade ein vielfältiges Angebot habe laut Gates „in jedem Fall“ dazu geführt, „dass letztlich ein höherer Markanteil erobert werden konnte“.



