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Fußball-WM mit Telex/RTS-Intercom-Technik

Bei der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland vertrauen mehr als zwei Drittel der weltweiten TV-Broadcaster auf Systeme von Telex/RTS.

Die ganze Welt ist Zeuge, wenn bis zum 9. Juli der Ball in den zwölf deutschen WM-Stadien rollt und der neue Fußballweltmeister unter den 32 Mannschaften ausgemacht wird. Entsprechend sorgfältig haben die Broadcaster aus aller Welt die Fernsehübertragungen des Turniers geplant.

Um das Risiko der erstmals bei einem Großevent in High-Definition-Format produzierten Übertragungen zu minimieren, vertrauen fünf von sieben HD-Ü-Wägen auf Intercom-Technik aus dem Hause Telex/RTS. Kein Wunder, denn durch die Einsätze bei verschiedenen Olympischen Spielen und beispielsweise dem letztjährigen FIFA-Confederations-Cup konnte das Telex/RTS-Equipment unter ähnlichen Bedingungen mehrfach seine Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.

Manuel Brico, Product-Manager Telex/RTS Intercom bei EVI Audio, über die Broadcast-Anforderungen während der Weltmeisterschaft: „Jeder Ü-Wagen übernimmt die Übertragung von zwei Stadien, zwischen denen er hin- und herpendelt. Da jedes Mal die Systeme auf- und abgebaut müssen, sind einfaches Handling und absolute Zuverlässigkeit unabdingbare Anforderungen an das Equipment.“

Zu den am meisten verwendeten Intercom-Systemen der Broadcaster gehören ADAM Digital Matrix, KP-32- Sprechstellen und die neue RVON-8-Karte. Wie bei Univision, dem Host-Broadcaster für die spanischsprachigen Sender in Nordamerika, ist das ADAM-System im Münchner IBC (International Broadcast Center) mit seinem in Miami stationierten Pendant über eine RVON-8-Karte verbunden. Manuel Brico: „Beide Systeme sind dem in Miami befindlichen Trunkmaster angeschlossen. Somit ist intelligente Kommunikation zwischen den Systemen möglich.“ Um auf eventuelle Probleme schnell reagieren zu können, sind der Systemingenieur Chuck Roberts in Miami und Manuel Brico in München vor Ort.

Die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland gehört zu den größten und komplexesten Produktionen der Fernsehgeschichte. Für die Vermarktung der weltweiten Fernsehübertragungen ist die Schweizer Firma Infront Sports & Media zuständig. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Nie übertrugen mehr Broadcaster die Spiele als 2006 in Deutschland. Laut Infront sieht „praktisch jedes Land der Erde zu“. Wie Recht sie mit dieser Einschätzung haben, belegte das Eröffnungsspiel am 9. Juni (Deutschland – Costa Rica), das mehr als zwei Milliarden Zuschauer verfolgten.

Das vier Wochen dauernde Kickerfestival wird überdies zur Premiere des High-Definition-16/9-Widescreen-Formats (HD): Erstmals wird ein Sportevent dieser Größenordnung ausschließlich in diesem Format produziert. Dennoch werden sämtliche 64 Spiele neben dem HDTV-Format auch in Standard Definition (SD) zugänglich gemacht.

Folgende mit Telex/RTS-Systemen bestückte Ü-Wagen wurden von der HBS (Host Broadcasting Service) angemietet: Visions HD-1, Visions HD-2(UK), VCF (Frankreich) Visual (Frankreich) und Media Pro (Spanien).