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Für Teens sind Internet und Handy wichtiger als TV

Das Fernsehen hat als Leitmedium in der Ansprache von Teenagern ausgedient. Zu diesem Schluss kommen Marketingexperten in den USA. Stattdessen beziehen die Kids von heute ihre Informationen aus dem Netz und nutzen Kommunikationsmittel wie Handys, Instant-Messaging-Dienste oder Blogs.

Das Fernsehen hat als Leitmedium in der Ansprache von Teenagern ausgedient. Zu diesem Schluss kommen Marketingexperten in den USA. Stattdessen beziehen die Kids von heute ihre Informationen aus dem Netz und nutzen Kommunikationsmittel wie Handys, Instant-Messaging-Dienste oder Blogs. Diese Tatsache müssten Vermarkter berücksichtigen, wenn sie versuchen, ihre Produkte bei der jungen Zielgruppe an den Mann zu bringen. Ein halbes Jahrhundert lang habe das Fernsehen maßgeblich zur Sozialisierung der Jugend beigetragen, erklärten die Experten beim Fachkongress „What Teens Want“ in Los Angeles. Diese Mediendominanz sei nun erstmals gebrochen, Teenager bevorzugten heute die direkte Kommunikation untereinander.

Jim Taylor, Chief Marketing Officer von Lyle Anderson Co., und Erika Machamer, Senior Vice President der Marktforschungsfirma Intellisponse, haben herausgefunden, dass Teens rund 21,5 Stunden pro Woche mit Surfen, neun Stunden mit Telefonieren und 15 Stunden mit persönlichen, außerschulischen Kontakten verbringen. Diese Erkenntnis müsse auch die Art der Markenansprache gegenüber dieser Zielgruppe verändern. Bei MTV habe man auf diese Herausforderung bereits reagiert, findet Todd Cunningham, Senior Vice President für Brand Strategy & Planning. Sein Unternehmen arbeite eifrig an der Einbindung dieser neuzeitlichen Kommunikationsformen. So werde MTV demnächst seinen eigenen Downloaddienst starten. Zudem verhandle der Sender derzeit mit diversen Firmen in den Bereichen Unterhaltungselektronik und Mobilfunk über weitere Kooperationsmöglichkeiten.