Nachdem ein Artikel kürzlich über das ‚Music On Demand‘-Projekt berichtete, demzufolge die Deutsche Telekom und die deutsche Sektion des IFPI (www.ifpi.de) den Verkauf von Musikdateien über ISDN testen, berichteten die Londoner nun, daß diverse Musikverlage und Plattenfirmen, unter ihnen Bertelsmann Entertainment International und PolyGram, sich für neue Verhandlungen mit ihren Künstlern rüsten. Grund: Der Verkauf von Musik in nicht-materieller digitaler Form, wie er gerade bei ‚Music On Demand‘ stattfinden soll, wird durch die derzeit geltenden Verträge nicht erfasst.
Parallelen zur Einführung der CD in den frühen 80er Jahren sind angebracht, so die Financial Times. Damals akzeptierten die Plattenfirmen zwar, daß für den Verkauf von CDs im Prinzip die selben Sätze (gut 20 Prozent des Endpreises für Superstars, weniger für Newcomer) gelten sollten wie für Verkäufe von Vinyl und Kassetten. Gleichzeitig bestanden sie aber darauf, während einer Übergangszeit verminderte Sätze anzuwenden, um ihre Investitionen schneller wieder hereinzuholen.


