Als Limp Bizkit dann die Bühne betrat, schallte den Mitgliedern ein gellendes Pfeifkonzert entgegen und Müll flog in Richtung der Band. Fred Durst blieb zunächst gelassen und feuerte die Menge an, sie solle nur so weitermachen. Dann aber holte er zu einer Hasstirade ohnesgleichen aus. Der 31-Jährige beschimpfte die Zuschauer und die Stadt Chicago mit vulgären und sexistischen Kraftausdrücken.
Bei einer Cover-Version der George-Michael-Nummer „Faith“ richtete er seine Wut gegen Homosexuelle, die er aufs übelste verunglimpfte. Auch als die Band nach 20 Minuten die Bühne bereits verlassen hatte pöbelte der Rüpel-Rocker vom Bühnenrand weiter, bis ihm der Saft abgedreht wurde. Für die Zuschauer soll sich der Abend aber dennoch gelohnt haben: Der Headliner des Abends, Metallica, bot laut des Blattes „Chicago Times“ eine Performance, die jeden Cent der 75 Dollar Eintritt wert gewesen sei.


