Die RIAA muss sich voraussichtlich wegen Erpressung vor Gericht verantworten. Eine Frau aus New Jersey, Michele Scimeca, reichte jetzt eine Zivilklage gegen den US-Phonoverband ein, nachdem sie einen Brief von der RIAA wegen von ihr angeblich begangener Urheberrechtsverletzungen in Tauschbörsen erhalten hatte. Darin fordert der Verband die Frau auf, einer gütlichen Einigung in Form einer Geldzahlung zuzustimmen. Ansonsten komme sie auf die Liste der File-Sharing-Nutzer, gegen die die RIAA seit Sommer 2003 in mehreren Wellen klagt. Dann müsste sie auch mit Schadenersatzzahlungen von bis zu 150.000 Dollar pro nachgewiesener Rechtsverletzung rechnen, wie der Anwalt der Frau aus dem Brief der RIAA zitierte. Seiner Ansicht nach falle das Vorgehen der RIAA unter das Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Statute (RICO). Der sogenannte RICO Act findet üblicherweise im Zusammenhang mit Erpressungsfällen in den Bereichen Organisiertes Verbrechen, illegale Parteienfinanzierung und sexueller Missbrauch Anwendung.
Frau aus New Jersey verklagt RIAA
Der US-Phonoverband muss sich voraussichtlich wegen Erpressung vor Gericht verantworten.


