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Franzosen nehmen Vorstoß zum umstrittenen Urheberrecht zurück

Die Abstimmung über den Gesetzentwurf der französischen Regierung zur Umsetzung der EU-Urheberrechtsdirektive, die am 17. Januar stattfinden sollte, ist verschoben worden.

Die Abstimmung über den Gesetzentwurf der französischen Regierung zur Umsetzung der EU-Urheberrechtsdirektive ist verschoben worden. Laut „Billboard“ nahm das Parlament nun den Vorstoß für digitale Downloads, über den am 17. Januar entschieden werden sollte, zurück. Zuvor hatte es harsche Kritik an der Gesetzesnovelle von Seiten der Branchenverbände sowie bekannter Künstler wie Patricia Kaas und Patrick Bruel gehagelt. So betonte die französische Verwertungsgesellschaft SCPP, dass die Novelle die „EU-Bestimmungen und alle von Frankreich bislang unterzeichneten Abkommen komplett missachtet“.

Die EU-Urheberrechtsdirektive, die aus dem Jahr 2001 stammt, war in einer ersten Abstimmung vom Unterhaus des französischen Parlaments mit 30 zu 28 Stimmen angenommen worden. Der Zusatz sieht laut „Billboard“ eine „optionale Blanko-Lizenz“ für die Verbreitung von Inhalten über das Internet vor – im Entertainmentgeschäft lief diese Diskussion bisher unter dem Schlagwort Kulturflatrate.

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