IFPI-Chairman John Kennedy wertet das Urteil gegen einen französischen Musikpiraten als Warnung an Nutzer von P2P-Börsen: „Die eindeutige Botschaft an alle, die massenhaft Musik über P2P-Netzwerke verbreiten, lautet: Ihr seid nicht unangreifbar, ihr seid nicht anonym und ihr werdet die Konsequenzen zu spüren bekommen.“ Musik sei inzwischen auch im Internet auf so vielen legalen Wegen zu erstehen, dass jeder, der Strafen vermeiden wolle, sich mit legalen Downloads versorgen könne. Zuvor hatte ein Gericht im Pariser Vorort Pontoise einen Lehrer als ersten P2P-Sünder Frankreichs für schuldig befunden. Alexis B. soll Schadensersatz zahlen und die Gerichtskosten tragen, eine Geldstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.
Dagegen protestieren jetzt in Frankreich P2P-Nutzer: Mit einer Erklärung unter dem Motto „Wir sind alle Piraten“ fordern die Aktionisten ein Ende der Strafverfolgung und den Beginn einer Diskussion über den Umgang mit Musik in Zeiten des Internets. Laut Medienberichten zählen neben den Musikerorganisationen Adami und Spedidam auch der Musiker Manu Chao und der Produzent Bertrand Burgalat zu den Unterzeichnern.


