Bénabar, Olivia Ruiz und Grand Corps Malade heißen die Gewinner der Victoires de la Musique. Die französischen Schallplattenpreise für 2006 wurden am 10. März in Paris vergeben. Die große Favoritin, die Rapperin Djam’s, ging leer aus.
Djam’s war mit ihrem Album „Dans Ma Bulle“, das mit mehr als 600.000 Exemplaren die bestverkaufte Platte des Jahres 2006 in Frankreich ist, für insgesamt vier Preise nominiert. Sie musste sich aber in der Kategorie „Künstlerin des Jahres“ ihrer Kollegin Olivia Ruiz geschlagen geben. Die 27-jährige Sängerin war 2001 Gewinnerin der französischen Castingshow „Star Academy“; sie bekam noch einen zweiten Victoire für ihre Live-Show.
Künstler des Jahres ist Bénabar, dessen 2005 erschienenes Album „Reprise Des Négociations“ mittlerweile mehr als eine Million Exemplare verkauft hat. Bénabar bekam einen zweiten Victoire für das Chanson des Jahres: „Le Dîner“.
Als „Entdeckung des Jahres“ wurde der 29-jährige Slam-Poet Grand Corps Malade („großer kranker Körper“) ausgezeichnet; sein Album „Midi 20“ bekam einen zweiten Victoire als „Debütalbum des Jahres“. Hinter dem Pseudonym Grand Corps Malade verbirgt sich der ehemalige Basketballer Fabien Marsaud, der sich 1997 bei einem unglücklichen Sprung ins Schwimmbecken mehrere Wirbel brach und nur nach jahrelanger Rehabilitation wieder laufen lernte.
Die Auszeichnung für das „Urban-Album des Jahres“ erhielt der Slam-Poet Abd al Malik für „Gibraltar“. In dieser Kategorie galt Djam’s als Favorit. Bester Videoclip des Jahres war „Marly-Gomont“ des Rappers Kamini; auch hier war Djam’s nominiert.
Je einen Victoire fürs Lebenswerk erhielten DIVA-Preisträgerin Juliette Gréco und Michel Polnareff.



