Die Buchmacher in London wissen jedenfalls, wer die besten Chancen hat, die begehrte Auszeichnung am 7. September zu gewinnen. Die Wettbüros führen nach Abgabeschluss der Gebote mit einem Sieg von Franz Ferdinand oder The Streets. Wer ein Pfund auf eine der beiden Bands gesetzt hat, erhält bei einem Sieg zwei Pfund als Gewinn.
Eine Quote von 3:1 weisen The Zutons auf. Das gilt bei Beobachtern als Überraschung, da die Band noch vor sechs Wochen bei Bekanntgabe der Nominierungen mit 12:1 gewettet wurde. Aber eine Reihe von Konzerten im Sommer scheint die Popularität der Liverpooler gesteigert zu haben. Wenig Hoffnungen dürfen sich nach Ansicht der Buchmacher Rapper Ty und Prog-Jazzer Robert Wyatt machen – ihre Quoten liegen bei 25:1.
Der Mercury Music Prize zeichnet seit 1992 genreübergreifend die besten britischen Alben aus. Die unabhängige Jury bestehend aus Vertretern der Musikindustrie und Musikjournalisten wählt in jedem Jahr zunächst die zwölf „Alben des Jahres“ und vergibt an einen der Nominierten den mit rund 20.000 Pfund dotierten Preis. In den letzten beiden Jahren gewannen Dizzee Rascal und Ms Dynamite.


