Die Musikbranche Frankreichs verbuchte im Jahr 2003 nach Absatzzahlen ein Minus in Höhe von elf Prozent. Laut Jerome Roger, Generaldirektor des Branchenverbands der französischen Independents, UPFI, brach die Zahl der verkauften Singles um 25,5 Prozent ein, bei den Alben lag das Minus bei 7,6 Prozent. Gleichzeitig hätten aber die UPFI-Mitglieder, die zusammen rund 15 Prozent des französischen Markts abdecken, durchschnittliche Zuwächse von 15 Prozent erzielt. Roger führt die Marktkrise vor allem auf die Piraterie zurück: Täglich würden allein in Frankreich zwischen 130 und 150 Mio. Songs über das Internet getauscht, zudem sei jede dritte CD eine Raubkopie. Roger rief die Regierung deshalb zu dringenden Maßnahmen gegen die Piraterie auf. Einen Lichtblick sieht Roger dagegen im Geschäft mit Klingeltönen: Der Markt sei im vergangenen Jahr in Frankreich regelrecht „explodiert“ und habe nach Umsätzen das britische Singles-Geschäft überrundet. Mit seiner Bekanntgabe kam UPFI-Chef Roger dem französischen Branchenverband Snep zuvor: Der stellt seine Jahreszahlen für 2003 am 21. Januar in Paris einem kleinen Kreis von Branchengrößen vor. Die offizielle Bekanntgabe findet erneut im Rahmen der Midem statt. Mehr zum Thema
Frankreichs Markt im Minus
Die Musikbranche Frankreichs verbuchte im Jahr 2003 nach Absatzzahlen ein zweistelliges Minus. Der Branchenverband der französischen Independents, UPFI, rief die Regierung deshalb zu dringenden Maßnahmen gegen die Piraterie auf.


