Der französische Branchenverband SNEP, der Indie-Verband UPFI und die gewerkschaftliche Vertretung der Angestellten der französischen Musikbranche wollen gemeinsam einen Weg aus der Krise finden. Zunächst haben die drei Organisationen ein soziales Dialogforum ins Leben gerufen, das sich am 14. Mai zu einer ersten Sitzung treffen soll. Ziel des Forums ist es, Wege ausfindig zu machen, den Angestellten der Musikbranche ihre Jobs zu sichern und die Zahl der Entlassungen auf das Nötigste zu reduzieren. Allerdings betonte UPFI-Präsident Jérôme Roger, dass die unabhängigen Plattenfirmen nur wenig zu den zahlreichen Entlassungen innerhalb der Branche beigetragen hätten und statt dessen ihre Umsätze auch im vergangenen Jahr signifikant steigern konnten. Angesichts der auch in Frankreich um sich greifenden Krise haben die nationalen Dependancen der Majors in den vergangenen Wochen dagegen ihre Sparmaßnahmen auch im Bereich der Künstler verstärkt: Durchschnittlich zehn bis 20 Prozent aller Künstlerverträge sollen beendet werden. Von diesen Maßnahmen sind etwa Acts wie Vanessa Paradis (bislang Universal), Michel Jonasz (EMI) oder Ophélie Winter (Warner) betroffen. Zudem sparten sich die französischen Konzerne zum ersten Mal seit Jahren die Teilnahme am Festival Printemps des Bourges.
Frankreichs Branche sucht Rettungsplan
Angesichts der Sparmaßnahmen in der französischen Musikbranche, von der neben Mitarbeitern auch Künstler wie Vanessa Paradis betroffen sind, haben die nationalen Verbände ein soziales Dialogforum ins Leben gerufen.



