Nach der RIAA in den USA und dem britischen Branchenverband BPI sowie der europäischen IFPI will nun auch der französische Phonoverband SNEP Internetnutzer, die illegal Songs tauschen, vor Gericht bringen. SNEPs General Manager Hervé Rony kündigte am Rande der Midem in Cannes die Vorbereitung entsprechender Klagen an. Als Grund gibt Rony die nun auch in Frankreich sinkenden Tonträgerverkaufszahlen an. „2003 war das erste Jahr, in dem sich Frankreich diesem Problem stellen musste,“ sagte Rony. Die Musikbranche Frankreichs musste für das vergangene Jahr nach Absatzzahlen ein Minus in Höhe von 11,5 Prozent hinnehmen; die Umsätze fielen sogar um 14,6 Prozent auf weniger als 2,1 Mrd. Euro. Und wenn die Musikvideos nicht gewesen wären, sähe der Abwärtstrend noch schlimmer aus. Das Segment DVD/Video legte nach Stückzahlen um 88, bei den Umsätzen um 70,8 Prozent zu. Ohne diesen Boom im DVD-Bereich läge das Umsatzminus der französischen Branche bei 18,17 Prozent. „Es passierte sehr schnell. Der Zusammenhang zwischen dem schrumpfenden Markt und der steigenden Internetnutzung ist offensichtlich“, so Rony.
Frankreichs Branche schrumpft und verklagt
Nach RIAA, BPI und IFPI will nun auch der französische Phonoverband SNEP Internetnutzer, die illegal Songs tauschen, vor Gericht bringen. Hintergrund: Frankreichs Markt musste im Jahr 2003 ein Umsatzminus von 14,6 Prozent verkraften.


