Der ungarische Dirigent, Komponist und Musikpädagoge Peter Eötvös erhält den Frankfurter Musikpreis 2007. Das Kuratorium der Stiftung Frankfurter Musikpreis ehrt Eötvös als Künstler, „der sich der Wahrnehmung Neuer Musik und der Heranführung des künstlerischen Nachwuchses an eben diese in besonderem Maße verschrieben hat“.
Eötvös war von 1994 bis 2005 Chefdirigent des Rundfunkkammerochesters Hilversum, als Gastdirigent arbeitete er unter anderem mit dem BBC Symphony Orchestra, dem Philharmonischen Orchester Budapest, den Münchner Philharmonikern, den Berliner Philharmonikern, dem Ensemble Modern und dem SWR Radiosinfonieorchester Suttgart zusammen. Als Komponist schuf er Orchesterwerke, Kammermusik und elektronische Musik ebenso wie die erfolgreichen Opern „Three Sisters“ und „Le Balcon“. Zu den herausragenden Leistungen seines musikpädagogischen Wirkens zählen die Gründung des Internationalen Peter Eötvös Instituts für junge Dirigenten und Komponisten 1991 sowie Lehrtätigkeiten an der Hochschule für Musik in Karlsruhe und der Kölner Musikhochschule. 2004 gründete er die Peter Eötvös Contemporary Music Foundation.
Eötvös ist der 25. Träger des Frankfurter Musikpreises, mit dem in der Vergangenheit unter anderen Gidon Kremer, Alfred Brendel, Albert Mangelsdorff, Chick Corea, Georg Solti, Brian Eno, Wolfgang Niedecken, Dietrich Fischer-Dieskau, Klaus Doldinger, Udo Lindenberg, György Ligeti sowie im Vorjahr Peter Gabriel ausgezeichnet wurden.
Oberbürgermeisterin Petra Roth überreicht Eötvös den Preis, der mit 15.000 Euro dotiert ist, am 27. März, dem Vorabend der Frankfurter Musikmesse. Die Internationale Fachmesse für Musikinstrumente, Musiksoftware und Computerhardware, Noten und Zubehör findet vom 28. bis 31. März in der Mainmetropole statt.



