Zwischen dem 4. und 21. September spielten die Fantastischen Vier insgesamt 15 Konzerte, die unter freiem Himmel und in Hallen stattfanden. „Wir wollten schöne Locations“, bekräftigt Richter. Unter anderem erfüllten das Amphitheater in Trier, die Junge Garde in Dresden oder das Berliner Tempodrom die Vorgabe. Was die Eintrittspreise angeht, konnte dank der Nähe der Band zu den Veranstaltern – die Fantastischen Vier sind an Four Artists Booking finanziell beteiligt – ein akzeptabler Kompromiss erzielt werden. „28 Euro Vorverkaufspreis sind für Fanta-Verhältnisse viel Geld, für Vergleichbares werden aber 50 Euro und mehr verlangt“, meint Richter.
Zum akustischen Genuss kam auch eine überzeugende visuelle Umsetzung: Statt auf Moving-Lights setzte Lichtdesigner Gunther Hecker hauptsächlich auf 40 LED-Lichter und 12 Leinwände, die eine außergewöhnliche Farbgestaltung möglich machten. Auf die Gründe für die Tour angesprochen, nennt Richter drei Punkte: Erstens sollten durch die Konzerte die Bandmitglieder vereint und das kommende Album vorbereitet werden. Zweitens habe man ein Lebenszeichen geben wollen, und drittens sollte die Tour das Album „MTV Unplugged“, das kurz vor Platin steht, über die prestigeträchtige Grenze bringen. „Im klassischen Sinn haben wir alles falsch gemacht – wir hatten keine aktuelle Platte zur Tour und nur 15 Konzerte zur Refinanzierung der Produktion. Und dennoch war alles richtig, wie die Besucherzahlen und die Reaktionen zeigten“, gibt sich Richter erleichtert. Martin Schrüfer



