Musik

Feedback: Debatte über CISAC-Entscheidung der EU-Kommission

Die Europäische Kommission will den Wettbewerb zwischen den Verwertungsgesellschaften anheizen, um die Rechtevergabe zu vereinfachen. Zu dieser Entscheidung befragte MusikWoche in Heft 31+32/2008 unter anderem auch den Münchner Fachanwalt Dr. Stefan Ventroni. Sein Kollege Dr. Oliver Schwenzer von EMI Music Publishing antwortet mit einem Offenen Brief, weil er einige Äußerungen von Ventroni nicht unwidersprochen stehen lassen möchte. MusikWoche dokumentiert die Diskussion der beiden Experten.

Offener Brief von Oliver Schwenzer Lieber Stefan, ich lese ja immer gern von Dir, kann aber einige Deiner jüngsten Aussagen in MusikWoche nicht unwidersprochen lassen. In Deinem Interview äußerst Du Dich kritisch zu der Online-Empfehlung und CISAC-Entscheidung der EU-Kommission sowie zur CELAS. In diesem Zusammenhang schreibst Du: „Mit der Möglichkeit der Musiknutzer, von einer Verwertungsgesellschaft die Rechte am gesamten Weltrepertoire zu erwerben, ist es damit vorbei.“ Diese Tatsache ist zutreffend, Deine Kritik daran hingegen undifferenziert. Man muss dazu zunächst wissen, dass Du als Rechtsanwalt laufend die größten Musikverwerter im Onlinebereich, wie zum Beispiel die Deutsche Telekom, berätst, nicht jedoch Musikschaffende und deren Vertreter. Der von den Verwertern im Online- und Mobilbereich viel geübte Ruf nach dem „Weltrepertoire“ – was für ein tolles Schlagwort – wird von Dir aufgegriffen, als gäbe es von Musiknutzern geradezu ein Grundrecht auf das „Weltrepertoire“. Das gibt es aber nicht.

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