Wenige Tage, nachdem bekannt wurde, dass US5-Mitglied Richie Stringini auf Wunsch seiner Eltern die Band verlassen soll, reagieren seine Freunde mit einer groß angelegten Rettungsaktion. Über verschiedenste Medien riefen die vier ratlosen Bandkollegen die Fangemeinschaft dazu auf, Bittbriefe an Richies Eltern zu schreiben. Die erhoffte Flut an tränengetränktem Büttenpapier soll die Erziehungsberechtigten des 18-Jährigen dazu bewegen, von ihrem harten Kurs abzukommen und ihren Sprössling doch wieder zu der Band und nach Deutschland zurückkehren zu lassen.
In einem Interview mit dem Musiksender Viva gaben Mikel, Jay, Izzy und Chris nähere Auskunft zu den Vorgängen im amerikanischen Elternhaus von Richie. Demnach seien Vater und Mutter Stringini aufgrund der Medienberichte über eine angebliche Affäre ihres Sohnes mit einem polnischen Nacktmodell zunehmend beunruhigt gewesen. Zur allgemeinen Situation erläuterte Jay: „Richie wird aber nicht gefangen gehalten. Seine Eltern haben eben strenge moralische Werte, haben ihn katholisch erzogen und legen auch sehr viel Wert drauf.“
Free Willy! Äh, Richie!
Direkt mit Richie sprechen konnte jedoch keines der vier Bandmitglieder, so Jay weiter: „Der Kontakt wurde abgebrochen, wir sind aber in Kontakt mit guten Freunden. Richie geht’s gut, er will unbedingt und definitiv zurück und wir sind guter Dinge, dass das klappt.“
Der Rest der Band habe durchaus Verständnis für die Reaktion der Eltern, man hoffe jedoch geschlossen, dass sich die Lage schon bald entspanne. Schließlich wurde just vergangenen Freitag die neue Single der Band veröffentlicht. Die wird sich nun im Zuge der allgemein vorherrschenden Hysterie zwar blendend verkaufen. Aber schöner wäre es schon, wenn dann bald wieder alle gemeinsam für den Absatz des kommenden Albums werben könnten.


