In den USA sorgt derzeit ein Betrüger für Unmut bei Konzertveranstaltern und Fans des Reggaeton-Stars Daddy Yankee. Eine mittlerweile mit Haftbefehl gesuchte Person kassierte in mehreren Fällen bis zu 100.000 Dollar für die Veranstaltung von Konzerten mit Daddy Yankee, obwohl sich dieser offiziell nicht auf Tour befindet.
US-Staatsanwalt John Molinelli geht nach „Billboard“-Informationen davon aus, dass es sich in den bisher fünf gemeldeten Fällen um ein und denselben Verdächtigen handelt, dessen Aufenthaltsort in der Dominikanischen Republik vermutet wird. Veranstalter in New Jersey überwiesen 100.000 Dollar für ein Daddy-Yankee-Konzert, das nie stattfand. In New York wurden Investoren mit der selben Masche um 75.000 Dollar geprellt. In einem Fall in South Carolina berichtet ein örtlicher Clubbesitzer, dass ihm der falsche Vermittler einen Gastspielvertrag vorgelegt habe, der sich später als Fälschung herausstellte.
Der angebliche Promoter kassierte in South Carolina vor Ort zwischen 100 und 150 Dollar pro Eintrittskarte und gab zunächst eine Flugverspätung als Grund für das Nichterscheinen von Daddy Yankee an. Später erzählte er der wartenden Menge, Yankees Limousine sei nun eingetroffen, aber der Musiker wolle erst die Bühne betreten, wenn alle Fans in der Halle seien. Daraufhin machte er sich mit den Geldern aus dem Staub.
Das Management von Daddy Yankee hat inzwischen die Behörden eingeschaltet und dazu aufgerufen, weitere Betrugsfälle zu melden. Offizielle Auftritte von Daddy Yankee für die geprellten Fans sind indes nicht geplant.



