Das Team des ehemaligen Musikjournalisten Schmidt umfasst mittlerweile 16 Mitarbeiter, dennoch gestaltete sich der Aufbau eines Filialnetzes zunächst schwierig. Wegen des geringen Raumbedarfs sieht sich das Unternehmen vor allem auf Galerien oder Passagen angewiesen. „Es kommt auf den richtigen Partner an,“ erklärt Schmidt. „Von Möbelhausketten bis zu Parfümerie- und Modeläden hatten wir sofort jede Menge Angebote. Doch muss das Umfeld auch zu uns passen, sonst geht eine kleine Marke, die gerade im Aufbau ist, ganz schnell kaputt.“
So eröffnete 25 Records erst im Juni 2001 im Kölner Olivandenhof ein zweites Geschäft. Eine weitere Filiale soll im August am Berliner Flughafen Tegel folgen. Zwei weitere Shops sind in diesem Jahr in den Flughäfen von Frankfurt/ Main und Hamburg geplant; insgesamt soll das Filialnetz bis Jahresende auf ein Dutzend Läden wachsen, zunächst mit Outlets in ausgewählten Designer-Hotels.
Schmidt hält weiterhin das Ziel von rund 120 Outlets innerhalb der nächsten zwei Jahre für realistisch: „Das ist nicht so schwer wie es klingt, da wir mit den entsprechenden Betreiberfirmen wie ECE schon Vorverträge geschlossen haben.“ Und manche Standorte wie Einkaufszentren und Flughäfen seien auf Grund ihrer Größe für mehrere Läden geeignet: „Der Frankfurter Flughafen ist derartig groß, da kann ich mir gut acht Shops vorstellen“, erklärt Schmidt die Expansionspläne seines Unternehmens, das mit Bertelsmann einen kompetenten und flexiblen Logistikpartner gefunden hat. „Die Planungsphase ist abgeschlossen, wir stecken jetzt in der Realisierung.“ Dabei soll sich am System der reduzierten und subjektiven Auswahl nichts ändern.
Die Pre-Selection soll dem Kunden helfen, sich im Tonträgermarkt zurecht zu finden. „Wir sehen uns bewusst als Tante-Emma-Laden und wollen den Kunden nicht allein lassen.“ So präsentiert sich das Angebot von 25 Records als individuelle Mischung aus Lounge-Pop, Brazil, Jazz und HipHop: „Wir verkaufen nur das, was uns gefällt“.



