Musik

Ex-KGB-Agenten wollen Musikdateien sichern

Ein britischer Vertrieb will seine Watermarking-Technologie auf der Midem präsentieren. Entwickler des Systems sind ehemalige Mitarbeiter des sowjetischen Geheimdienstes.

Mit dem britschen Vertrieb Apex Entertainment unternimmt ein weiterer Dienstleister einen Versuch, digitale Inhalte vor unrechtmäßiger Vervielfältigung zu schützen. Mit einem digitalen Wasserzeichen sollen Aufnahmen unabhängig von Verbreitungsform und Trägermedium rückverfolgbar gemacht werden. Auf der Midem will Apex seine Technologie vorstellen. Damit ist Apex zwar nicht die erste Firma, die sich in diesem Bereich engagiert, interessant sind indes die Hintergründe: Die Entwickler des Apex-Watermarking waren einst Agenten des sowjetischen Geheimdients KGB. Diese arbeiten nun für eine russische Firma namens Mazur Media, die erst kürzlich von Apex gekauft wurde. Während des kalten Krieges entwickelten die KGB-Leute hoch sensible Lauschgeräte, Verschlüsselungstechniken und Suchsysteme, die in Panzern und MiG-Jets zum Einsatz kamen. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks arbeiteten die Entwickler vereinzelt in der Musikindustrie, für die sie alte Aufnahmen mit Hilfe von Spionage-Technologie digital remasterten. Nun will Apex das KGB-Know-how einem internationalen Fachpublikum vorstellen.