Der am 24. Mai als Chefredakteur des US-Branchenmagazins entlassene Keith Girard und seine Ex-Kollegin Samantha Chang haben den „Billboard“ und seinen Verleger John J. Kilcullen auf Schadensersatz in Höhe von 30 Mio. US-Dollar verklagt. Die Vorwürfe, über die nun vor einem Supreme Court im Bundesstaat New York verhandelt wird: Der Verleger habe Girard gezwungen, die inhaltliche Ausrichtung des Blattes zu Gunsten der Anzeigenkunden zu gestalten. Zudem habe Kilcullen für eine Arbeitsumgebung gesorgt, in der sexuelle Belästigung und Rassendiskriminierung an der Tagesordnung sind. Girard, der erst im Mai 2003 das Ruder beim „Billboard“ übernommen hatte, sei von Kilcullen per Memo aufgefordert worden, alle Überschriften, Kommentare oder Karikaturen zur Absegnung vorzulegen. Samantha Chang hingegen behauptet, regelmäßig Opfer von rassistischen Witzen innerhalb des Teams gewesen zu sein. Zudem habe sich Chang sexuell von Ken Schlager belästigt gefühlt. Der Executive Director der „Billboard“-Mutter VNU habe ihr wiederholt einen „grünen, phallischen Vibrator“ gezeigt, berichtet die „New York Post“. Insider wollen zudem wissen, dass der redaktionelle Druck beim „Billboard“ vor allem finanzielle Gründe hat. Das Magazin hat im letzten Jahr angeblich vier Mio. Dollar Verlust gemacht. In den letzten Jahren sei die Zahl der Abonnenten fast auf die Hälfte geschrumpft. Offizielle Stellungnahmen von VNU gab es bislang dazu nicht.
Ex-Chef des „Billboard“ klagt auf Schadensersatz
Der am 24. Mai als Chefredakteur des US-Branchenmagazins entlassene Keith Girard und seine Ex-Kollegin Samantha Chang haben den „Billboard“ und seinen Verleger John Kilcullen auf Schadensersatz in Höhe von 30 Mio. US-Dollar verklagt.


