“Mit dem Filmprojekt schlagen Fury In The Slaughterhouse einen neuen Weg für ihre Albumpromotion ein“, erklärt Thomas Steinmetz, Producer bei erste liebe. Statt eines Videos drehte die Hamburger Firma den 18-minütigen Kurzfilm „Edendale“ für das in Zusammenarbeit mit der Band entstandene „Color Fury Filmprojekt“. Der Film lief bei der Präsentation des Albums „The Color Fury“ in fünf deutschen Städten und soll von den dritten Programmen ausgestrahlt werden. Vier weitere Kurzfilme sind geplant, in denen Songs vom neuen Album als Soundtrack dienen sollen.
Aus den Filmen erstellt das sechsköpfige erste liebe-Team zudem Clip-Fassungen für Musiksender. „Wir suchen schon länger Wege, um Musik visuell neue Plattformen zu bieten. Weil erste liebe in der Werbung und bei Musikvideos aktiv ist, entstehen Kooperationen zwischen beiden Bereichen“, erläutert Steinmetz. So vermittelte die Firma das Stück „Bipolar Dreams“ von Polar an die Telekom, die es beim Spot „Deutschland geht T-Online“ einsetzte. „Bei Werbespot-Produktionen wird jetzt verstärkt nach der Synergie zwischen Musik und Marke gesucht, wodurch sich nicht nur für Plattenfirmen interessante Marketing-Möglichkeiten ergeben“, weiß Steinmetz.
„Die Kopplung von Musik und Werbung als Crossmarketing-Tool wird es in Zukunft häufiger geben. Denn für beide Beteiligten ergibt sich eine Win/Win-Situation“, so der Producer. Dabei will er das oberste Ziel, die Wahrung der Qualität bei Clip-Produktionen, nicht vernachlässigen, obwohl die Budgets „weiter schrumpfen“. Zudem erfuhr die Filmindustrie durch die Einführung des Euros und die schlechte Wirtschaftslage eine bis zu 20-prozentige Preissteigerung bei Personalkosten und Leihpreisen für Film-Equipment.
„Dies erfordert neue Konzepte und Ideen, um weiterhin gute Musikvideos zu produzieren. Streng genommen bekommen die Plattenfirmen derzeit weniger Production-Value für dasselbe Geld als noch 2001. Die Produktionsfirmen können diese konträre Entwicklung aus Budgetkürzung und Preissteigerung nicht mehr auffangen“, urteilt Steinmetz.


