Musik

Erich Zenz, Inhaber des Mix Midi Play Studio: „Investitionsdruck hört nie auf“

Das Mix Midi Play Studio in Prittlbach bei München ist ein typisches semi-professionelles Studio: Professionelles Equipment trifft auf bescheidene Auftragslage. Wir sprachen mit dem Eigentümer Erich Zenz.

musikwoche.de: Wofür ist das Mix Midi Play Studio gedacht?

Erich Zenz: Es ist einerseits ein Kompositions-Studio, das sämtliche Keyboards und Sampler parat hält. Andererseits ist es ein Recording-Studio. Bands können hier Demos, aber auch fertige Produktionen herstellen. Überdies ist es auch für die Produktion von Jingles und Werbemusik geeignet.

mw: Welchen Stellenwert besitzt das Studio für Sie?

Zenz: Für mich ist es ein Nebenerwerb. Von der Auftragslage her ist es semiprofessionell angesiedelt, in puncto Equipment erfüllt es aber professionelle Anforderungen. Diesen Standard muss man heute bieten.

mw: Wie hoch ist für Sie der Investitionsdruck?

Zenz: Der hört nie auf. Wer beispielsweise auf ProTools umstellt, wird mit einem ganzen Rattenschwanz weiterer Neuanschaffungen konfrontiert. Der muss in eine neue DSP-Farm, einen neuen Digital/Analog-Wandler, einen neuen Rechner investieren, um diese neue Technik auch sinnvoll einsetzen zu können. Das technische Unterscheidungskriterium ist der Pegel. Bei semiprofessionellen Studios liegt er bei – 10 dB, bei professionellen liegt er bei + 4. Diesen Wert erfülle ich mit meinem Studio.

mw: Was sind die Herzstücke Ihres Studios?

Zenz: Das Tascam-M-600-Pult mit 46 Kanälen, ProTools mit 32 Spuren und fünf DSP-Farmen.

mw: Welchen Tipp geben Sie Neueinsteigern auf den Weg?

Zenz: Sie sollten abwägen, ob sie im semi-professionellen Bereich bleiben wollen. Denn wer mit billigem Equipment anfängt und dann doch mehr vor hat, muss wieder von vorn anfangen. Ambitionierte Leute sollten dann wohl besser in ausbaufähige Systeme investieren.

Kontakt: Dorfstraße 46 85241 Prittlbach Tel: 08131/848 27 Fax: 08131/37 16 49 E-Mail: [email protected]