Musik

Erfahrener Entertainer mit Wiener Charme

Auch auf seinem aktuellen Album setzt der österreichische Entertainer Louie Austen auf eine Mischung aus klassischem Entertainment und Electronic-Sprengsel.

Bis Ende 2005 stand der Sänger bei Universal Deutschland unter Vertrag. Doch diese Verbindung erwies sich für beide Seiten als nicht besonders fruchtbar. Außer der EP „Heaven’s Floor“ gab es keine zählbaren Ergebnisse, und so trennte man sich in aller „Liebe und Freundschaft“, wie Louie Austen betont.

„Wir stehen nach wie vor in freundschaftlichem Kontakt. Nachdem ich nur schwer einzuordnen bin und weder vom Alter noch vom Aussehen in die ganze Szene hineinpasse, war es keine leichte Übung zu entscheiden, wohin die Reise gehen sollte.“ Louie Austen zögerte nicht lange und aktivierte alte Kontakte. Der Vertrag mit Klein Records in Wien kam dann auch recht schnell und ohne Umwege zustande.

Zügiges Arbeiten ist Trumpf

„Christian Candid, der Labelchef von Klein, verschickte meine Songs an ein paar befreundete Produzenten wie Phonique, Jeff Melnyk, DJ Friction und Stefan Jungmair alias Mum. Innerhalb kürzester Zeit spielten wir so 25 Tracks ein.“ Das lag vor allem daran, dass alle Beteiligten extrem motiviert waren. „Christian hat dann die elf besten Stücke ausgesucht, und so ist ‚Iguana‚ entstanden.“

Die Verbindung zu Klein Records bestand schon länger, denn Wien ist, wie Louie Austen erklärt, „ein Dorf. Gerade in der elektronischen Szene kennt man sich sehr gut. So groß ist der Kreis halt einfach nicht.“ Wobei es Louie Austen in den vergangenen Jahren sehr wohl gelungen ist, seinen Aktionsradius kontinuierlich zu vergrößern.

Mit seinem Namen verbindet man inzwischen weltweit den Charme eines klassischen Entertainers, gepaart mit experimentellen Elektronikklängen. Und dieser Marschrichtung folgt er – mit kleinen Abweichungen – auch auf „Iguana“.

Am Puls der Zeit

Trotz des bewährten Konzepts klingen die elf neuen Tracks absolut unverbraucht. „Ich habe Christian Candid nicht ohne Grund bei diesem Album viele Entscheidungen, was die Auswahl der Songs und Produzenten angeht, überlassen. Er ist deutlich jünger als ich und somit auch näher am Puls der Zeit. Die Umsetzung verlief genau nach Plan und völlig reibungslos.“

Was auch daran lag, dass Louie Austen mit den jeweiligen Produzenten immer vor Ort arbeitete: „Dieser enge Kontakt ist mir sehr wichtig, nur so kann sich ein Song richtig entwickeln. Ich brauche während der Aufnahmen ein Feedback. Ohne den direkten menschlichen Kontakt kann ich nicht vernünftig arbeiten.“