Musik

Energie vieler Liveshows als Quelle der Inspiration

600.000 Mal verkaufte sich das Debütalbum von The Zutons in England. Jetzt will die Band auch außerhalb ihres Heimatlands Erfolge feiern.

Von dem leicht ironischen Titel des Albums sollte man sich nicht täuschen lassen. The Zutons besitzen zwar einen durchaus eigenwilligen Humor, wenn es aber darum geht, die eigene Karriere voranzutreiben, dann ist das Quintett aus Liverpool zu keinen Kompromissen bereit.

Mit Stephen Street, der unter anderem schon mit The Smiths, Blur oder den Kaiser Chiefs erfolgreich arbeitete, wählten die Musiker für das zweite Album bewusst einen Produzenten aus, der ihr musikalisches Selbstvertrauen, das während der mehr als ein Jahr andauernden Tournee zu „Who Killed The Zutons?“ gewachsen war, ohne Reibungsverluste im Studio konservieren konnte.

„Stephen besuchte uns in Liverpool“, erzählt Sänger und Gitarrist David McCabe, „und wir hatten sofort das Gefühl, dass er genau verstanden hatte, in welche Richtung wir uns mit ‚Tired Of Hanging Around‚ bewegen wollten.“

Liveshows als Inspirationsquelle

Die elf neuen Songs zeichnen sich wieder durch ein besonderes Gespür für geniale Melodien aus. „Für uns war von Anfang an klar, dass wir diesmal die Energie unserer Liveshows besser auf Platte transferieren wollten. Auf unserem ersten Album gibt es einige Songs, die leider nicht so gut klingen, wie es möglich gewesen wäre. Aber diesen Fehler haben wir diesmal korrigiert.“

Ein entscheidender Faktor dabei war sicher die immense Erfahrung, die die Band in den letzten zwei Jahren bei zahlreichen Auftritten gesammelt hat. „Ich liebe es, durch die Welt zu fahren und überall, wo es möglich ist, live zu spielen“, schwärmt McCabe. „Das war für mich von Anfang an einer der entscheidenden Beweggründe, in einer Band zu spielen.“ Zudem seien die Tourerlebnisse eine schier unerschöpfliche Inspirationsquelle für neue Songs.

Runter von der Insel

„Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich unsere Fans in den USA, Europa und Japan auf unsere Musik reagieren“, meint McCabe. „In England hängt es von der Stadt ab, in der man spielt. In London zeigen dir die Leute unmissverständlich, dass sie es gewohnt sind, beeindruckt zu werden, während sie in Manchester gleich von Anfang an eine große Party feiern.“

David McCabe ist durchaus stolz darauf, dass die Zutons von ihrem Debütalbum mehr als 600.000 Einheiten verkauft haben, aber, so schränkt er ein, „leider nur in England. Ich hoffe, dass wir mit ‚Tired Of Hanging Around‘ diesmal auch außerhalb unserer Heimat ein wenig mehr Erfolg haben werden.“