Gerüchten zufolge soll das legendäre Musikereignis, das 1985 Stars wie U2, Queen, David Bowie und Paul McCartney auf einer Bühne versammelte, anlässlich seines zwanzigsten Jahrestages nun doch stattfinden – und zwar in Washington. Rap-Superstar Eminem liegt eine Anfrage vor, ob er das Konzert in der amerikanischen Hauptstadt headlinen möchte. Eine Bestätigung liegt noch nicht vor.
Drahtzieher hinter den Verhandlungen könnte durchaus Bob Geldof selbst sein. Ließ er doch verlauten, dass er sich mit den Verantwortlichen zusammensetzen wolle, um eine internationale, auf mehrere Städte ausgedehnte Neuauflage des Konzerts anzuregen.
Allerdings sollten die Veranstalter langsam Nägel mit Köpfen machen, denn die Zeit drängt: Ursprünglich sollte Live Aid II im Juli über die Bühne gehen, parallel zum G8-Treffen in Schottland.
Rap gegen Unrecht
Der Beweggrund des All-Star-Aufmarsches, nämlich einen Schuldenerlass für Afrika zu bewirken, ist momentan aktueller denn je. Weltweit werden die stargespickten „Make poverty history“-Fernsehspots ausgestrahlt. Der friedfertige Druck auf die angesprochenen Regierungen könnte mit Hilfe von Live Aid II also optimiert werden.
Von Eminem wird erwartet, dass seine Popularität bei Jugendlichen dem Anliegen einen gewaltigen Schub geben wird. Erst kürzlich bewies der Hip-Hop-Star, dass er durchaus politisch werden kann: Seine Single „Mosh“ richtete sich gegen eine Wiederwahl von US-Präsident Bush.


