Musik

EMI-Vize fordert kompatible Mobilstandards

David Munns, Vice Chairman EMI Recorded Music, hat auf der CTIA Wireless Conference in Atlanta die Musik- und Mobilfunkindustrie dazu aufgerufen, vollständig kompatible Formate und Angebote für das mobile Musikgeschäft zu schaffen.

David Munns, Vice Chairman EMI Recorded Music, hat auf der CTIA Wireless Conference in Atlanta die Musik- und Mobilfunkindustrie dazu aufgerufen, vollständig kompatible Formate und Angebote für das mobile Musikgeschäft zu schaffen. Der Musikfan wolle Produkte und Dienste, die offen sind und nahtlos miteinander verknüpft werden können, so Munns. Eigene exklusive Systeme machten die Konsumenten „verrückt“, sagte er in seiner Eröffnungs-Keynote auf der MobileMusicCon 2004, die Teil der CTIA ist. Mastertones sind für den EMI-Vizechef dabei die „Killerapplikation des noch in den Kinderschuhen steckenden Industriezweiges“. Im letzten halben Jahr seien die Verkäufe digitaler Musik in allen Kategorien, einschließlich digitaler Downloads, mobiler Produkte und Dienste sowie Aboangeboten Monat für Monat gestiegen, was auf weiter wachsende Umsatzpotenziale in diesem Berecih schließen lasse. Entsprechend kündigte Munns neue Kooperationen mit Mobilfunkern an. Während EMI in den Vereinigten Staaten Material von Gruppen wie Coldplay und den Beach Boys an den „Get It Now“-Store von Verizon Wireless lizenziert, traf die Plattenfirma in Europa eine Content-Vereinbarung mit Vodafone für deren neues Angebot an Ring-up-Tones. Diese auch Ring Backs genannten Töne ersetzen das Freizeichen bis zum Abheben des Gesprächspartners und entwickelten sich Munns Angaben zufolge bei den ersten kommerziellen Anwendungen bereits zu einem vollen Erfolg. In Südkorea sei der Markt beispielsweise mit annähernd fünf Mio. Kunden für Ring Backs bereits größer als der für Ringtones.