Der EMI-Konzern will noch in diesem Sommer einen ersten Testlauf für virales Marketing in Form so genannter Super-Distribution im mobilen Markt in Angriff nehmen. Nutzer können dabei legal auf ihr Mobiltelefon heruntergeladene Songs zunächst an ihre Freunde weiterleiten und zum Kauf empfehlen. Die Empfänger des Tracks können diesen dann einige Male zur Probe anhören und bei Gefallen kaufen. Ein DRM-System soll dafür sorgen, dass die Nutzungsrechte des weitergeleiteten Tracks ansonsten nach einer bestimmten Zeit auslaufen. Als Senior Vice President Strategy & Development sieht EMI-Manager Claudio Aspesi große Chancen in diesem System, da es Kunden in die Lage versetze, Musik weiterzuleiten und selbst Empfehlungen von ihren Freunden zu erhalten. „Und für die Künstler bedeutet es, dass viel mehr Content im Umlauf ist“, sagte er gegenüber „New Media Age“. Im Hause EMI sehe man diesen Test als einen Versuch, P2P-Anwendungen auf eine legale Basis zu stellen. Zudem solle getestet werden, ob es möglich ist, die empfehlenden Nutzer etwa mit Freiminuten zu belohnen. EMI will einen ersten Testlauf mit 200 bis 300 mobilen Nutzern und einem noch nicht genannten Mobilfunkanbieter bereits im Sommer starten, eine zweite Versuchsphase soll zum Winter hin mit einem anderen Mobilfunker stattfinden.
EMI testet mobilen Musiktausch
Der EMI-Konzern will noch in diesem Sommer einen ersten Testlauf für virales Marketing im mobilen Markt in Angriff nehmen. Nutzer können dabei Songs legal an ihre Freunde weiterleiten und zum Kauf empfehlen.


