Musik

EMI macht Jazz jenseits der Eliten

„Natürlich gibt es auch neben Norah Jones, die inzwischen über 3,5 Millionen Tonträger weltweit verkaufen konnte, erfreuliche Ergebnisse und Trends bei Blue Note zu vermelden“, so bilanziert Michael Brettschneider, verantwortlich für Product Management Jazz bei EMI Catalogue Marketing, ein erfolgreiches Jazz-Jahr für den EMI-Konzern.

Dabei verweist er auf Cassandra Wilson, die mit ihrem „bluesgetränkten Album ‚Belly Of The Sun‘ wieder einmal bewiesen hat, dass qualitativ hochwertige und emotional ansprechende Musik nicht nur einen kleinen elitären Hörer- und Konsumentenkreis ansprechen kann, sondern durchaus Verkaufszahlen erreicht, über die Künstler anderer Genres wohl mehr als happy wären“. Für gute Ergebnisse sorgten laut Brettschneider auch die “ Best Of“-Compilation von Dianne Reeves und die CD „A Paris…“ des Berliner Pianisten Jacky Terrasson, sein bisher bestverkauftes Album in Deutschland. Vergleiche mit Joni Mitchell brauche „Verse“, das aktuelle Album von Patricia Barber, nicht zu scheuen. Für Brettschneider ist auch das „First Conversation“ der dänischen Chanteuse Caecilie Norby wichtig, mit dem EMIs Jazz-Abteilung ins nächste Jahr geht. Hier steht mit „Cuban Odyssey“ von Jane Bunnett ebenfalls ein Vocal-Album an, während eine gemeinsame Produktion von John Scofield, Joe Lovano, Dave Holland und Al Foster im Februar für Aufsehen sorgen soll. Weitere Highlights sieht Brettschneider in den neuen Alben von Dianne Reeves, Ron Carter, Pat Martino, Joe Lovano, Soulive, Booster, Erik Truffaz und dem kommenden Blue-Note-Remix-Album von DJ Smash. Beim Backkatalog sollen weitere Titel aus der renommierten Serie „Rudy van Gelder Re-Masters“, die neue Reihe „Americans Swinging In Paris“ von EMI France und zwei Best-Of-Titel von Leo Kottke an die Erfolge von 2002 anknüpfen.