EMI auf Sparkurs
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 1997/1998 mußte die EMI Group hinnehmen. Bis 30. September 1997 fiel das Betriebsergebnis der EMI Group (EMI Music und die Ladenkette HMV) um 16 Prozent auf umgerechnet 290 Millionen Mark. Der weltweite Umsatz von EMI Music ging um acht Prozent auf rund 2,85 Milliarden Mark zurück. EMI machte dafür Schwächen im amerikanischen, britischen und japanischen Markt verantwortlich. Gegenmaßnahmen sind eingeleitet: So strich Ken Berry, President EMI USA, im Sommer rund 120 Stellen in New York. Jetzt will er Roy Lott, Executive Vice President der BMG-Unit Arista und zweiter Mann neben Clive Davis, als Geschäftsführer von EMI USA gewinnen. Mittlerweile bestätigten sich Gerüchte, daß der Getränkekonzern Seagram im April 1997 über einen Kauf von EMI verhandelte. Dieser scheiterte angeblich, weil Seagram mit EMI-CEO Colin Southgate und EMI-Music-Chef Jim Fifield zwei Topverdiener übernehmen sollte. Deren Verträge stehen nun zur Erneuerung an – und schon diskutieren Analysten wieder die Vor- und Nachteile eines EMI-Kaufs durch Seagram. Die deutsche EMI begegnet der Zukunft mit , und Rüdiger Fleige wurde zweiter Geschäftsführer neben Helmut Fest.


