Musik

EMI-Aktie profitiert von „digitaler Explosion“

Der Wert der EMI-Aktie legte im Anschluss an die Zwischenbilanz des Konzerns am 19. November um rund 14 Prozent zu. Bei einer nachmittäglichen Telefonkonferenz betonten Eric Nicoli, Alain Levy und Martin Bandier ihre Zuversicht ins digitale Musikgeschäft.

Der Wert der EMI-Aktie legte im Anschluss an die Zwischenbilanz des Konzerns am 19. November zwischenzeitlich um rund 14 Prozent zu. Am Nachmittag rangierten die Papiere bei einem Preis von gut 238 Pence um 30 Pence höher als zu Handelsbeginn. Vor allem der wachsende Glaube ans digitale Musikgeschäft schob den Kurs an, hieß es von Analysten.

Bei einer Telefonkonferenz gegen 16.30 Uhr zeigten sich Eric Nicoli, Alain Levy und Verlagschef Martin N. Bandier höchst zufrieden mit der Performance der Company. „Alle Gewinnparameter weisen steil nach oben“, sagte Nicoli, „wir sind zur Zeit das profitabelste Unternehmen im Musikgeschäft“. Dem von BMG getesteten dreistufigen CD-Preismodell erteilte Levy eine Absage: „Wir bezweifeln, dass die Konsumenten so etwas wirklich wollen. Wir setzen lieber auf zusätzliche Inhalte.“

Für die deutsche Dependance sieht Levy mit den aktuellen Produkten den Umschwung gekommen: „Das erste Quartal des Geschäftsjahres war nicht zufriedenstellend, das zweite lau. Dafür wird das dritte umso besser.“

Bis 2009, so hatten die EMI-Chefs Nicoli und Levy bereits zuvor verkündet, wolle man rund ein Viertel aller Konzernumsätze über den Digitalvertrieb und das mobile Geschäft erzielen. „Das digitale Musikgeschäft ist der Schlüsselfaktor für künftiges Wachstum in der Branche“, betonte Nicoli. Die Umsätze mit Downloads seien allein in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres bis Ende September um 600 Prozent gestiegen – „eine digitale Explosion“, so Nicoli.

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