Musik

Elton lästert über Madonna

Sir Elton John wirbelt die Q-Awards durcheinander.

Elton John lästerte: „Seit wann gilt Playback-Gesang als live“, und murrte: „Jeder, der für eine Playback-Show Ticketpreise von 75 Pfund (rund 109 Euro) kassiert, sollte erschossen werden.“ Die Konsequenzen seines Statements nimmt der 56-Jährige gern in Kauf: „Jetzt bin ich wohl von ihrer Weihnachtskartenliste. Macht mir das was aus? Nein“. Madonnas Pressesprecherin Liz Rosenberg wies Elton Johns Vorwürfe entschieden zurück und ging zum Gegenangriff über: „Madonna bewegt nicht nur ihre Lippen und sie verschwendet ihre Zeit nicht damit, andere Künstler herunter zu machen“. Madonna habe jede Note ihrer ‚Re-Invention‘-Tour live gesungen und schäme sich nicht dafür, dass sie für ihre harte Arbeit gut bezahlt werde. Rosenberg machte zugleich deutlich, dass Madonna den Auftritt des adligen Kollegen nicht allzu ernst nehme: „Elton John bleibt auf ihrer Weihnachtskartenliste – ob er nun nett oder frech ist.“

Lifetime-Award für Roxy Music

Den Preis als beste Live-Künstlerin erhielt Madonna dann trotzdem nicht. Er ging an die britische Band Muse. Roxy Music wurden ebenfalls geehrt und erhielten einen Award für ihr Lebenswerk. Sänger Bryan Ferry widmete den Preis seinem Sohn Otis und erregte damit die britischen Gemüter. Denn sein Filius geriet vor kurzem mit der Polizei aneinander, als er mit einer Gruppe von Aktivisten das Parlament stürmte, um gegen die inzwischen verbotene Fuchsjagd zu demonstrieren. Weitere „Q“-Awards gingen an die Red Hot Chili Peppers (beste Band), Keanes „Hopes And Fears“ (bestes Album), Jamelias „See It In A Boy’s Eyes“ (beste Single) und Razorlight (bester Newcomer). Mick Jones wurde als bester Produzent geehrt, Franz Ferdinand erhielten eine Auszeichnung für ihr Video „Take Me Out“ und Human League setzten sich in der Kategorie „Innovation In Sound Award“ durch. Der Inspiration Award ging an die Pet Shop Boys und U2 komplettierten die Liste der Preisträger als Gewinner des „Icon Award“.