Musik

Elton lästert bei den „Q“-Awards über Madonna

Bei der Verleihung der „Q“-Awards am 4. Oktober in London sorgte Elton John für Aufsehen. Als er den „Classic Songwriter Award“ entgegennahm, machte er sich über Kollegin Madonna lustig, die in der Kategorie „Bester Live-Act“ nominiert war.

Bei der Verleihung der „Q“-Awards am 4. Oktober in London sorgte Elton John in einer kurzen Ansprache für Aufsehen. Als er den „Classic Songwriter Award“ entgegennahm, machte er sich über Kollegin Madonna lustig, die in der Kategorie „Bester Live-Act“ nominiert war. Elton John lästerte: „Seit wann gilt Playback-Gesang als live“, und murrte: „Jeder, der für eine Playback-Show Ticketpreise von 75 Pfund (rund 109 Euro) kassiert, sollte erschossen werden.“ Madonnas Pressesprecherin Liz Rosenberg wies Elton Johns Vorwürfe entschieden zurück und ging zum Gegenangriff über: „Madonna bewegt nicht nur ihre Lippen und sie verschwendet ihre Zeit nicht damit, andere Künstler herunterzumachen.“

Den Preis als beste Live-Künstlerin erhielt Madonna dann trotzdem nicht. Er ging an die britische Band Muse. Roxy Music wurden ebenfalls geehrt und erhielten einen Award für ihr Lebenswerk. Sänger Bryan Ferry widmete den Preis seinem Sohn Otis und erregte damit die britischen Gemüter. Denn sein Filius geriet vor kurzem mit der Polizei aneinander, als er mit einer Gruppe von Aktivisten das Parlament stürmte, um gegen die inzwischen verbotene Fuchsjagd zu demonstrieren. Weitere „Q“-Awards gingen an die Red Hot Chili Peppers (beste Band), Keanes „Hopes And Fears“ (bestes Album), Jamelias „See It In A Boy’s Eyes“ (beste Single) und Razorlight (bester Newcomer). Mick Jones wurde als bester Produzent geehrt, Franz Ferdinand erhielten eine Auszeichnung für ihr Video „Take Me Out“ und Human League setzten sich in der Kategorie „Innovation In Sound Award“ durch. Der Inspiration Award ging an die Pet Shop Boys und U2 komplettierten die Liste der Preisträger als Gewinner des „Icon Award“.