“Der Repertoirebereich Electrola ist, was Schlager- und MOR-Themen angeht, in die Division Capitol Pop eingegliedert“, erklärt Manfred Rolef, der zusammen mit Angelika Wozny-Bongard als Marketing-Manager dieses Segment betreut. „Die meisten Projekte werden auch in Zukunft auf dem Label Electrola veröffentlicht.“ Zu den Schwerpunkten gehört dabei, neben dem Longplayer „My Tribute To The King“ von Helmut Lotti (VÖ: 5. August, Bestellnummer: 5 41093 2), vor allem „Rouge“, das am 2. September erscheinende und von Matthias Reim produzierte neue Studioalbum von Michelle. „Beide Platten werden wir natürlich mit entsprechend breit angelegten Marketingkampagnen begleiten.“
Eine wichtige Rolle dabei spielen große TV-Events. So wird Michelle ihre CD unter anderem in Sendungen wie „Liebesgrüße aus Maastricht“ (ZDF) und „Straße der Lieder“ (ARD) präsentieren. Helmut Lottis Tribute an den King kann der Fan in der „Patrick Lindner Show“ (ARD) und bei „Liebesgrüße aus dem Urlaub“ (ZDF) verfolgen. Die schwierige Situation des Tonträgermarkts schlägt sich für Manfred Rolef im Moment im konservativen Repertoire noch nicht so negativ nieder wie in anderen Bereichen. „Natürlich können wir nur anhand der Projekte urteilen, bei denen wir Vergleiche zu Vorgängerprodukten ziehen können. Bei Matthias Reim und den Vikingern, die ja beide dieses Jahr bereits Alben (‚Romantica‘ und ‚Morgenrot‘) veröffentlicht haben, kann ich noch keine rückläufige Tendenz feststellen.“
An den Schwerpunktthemen im Schlagerbereich wird in der Regel zwölf bis 15 Monate gearbeitet. Erst danach lässt sich eine aussagekräftige Bilanz ziehen. „Mit dem neuen Album von Michelle, das musikalisch sehr modern klingt, wollen wir in vergleichbare Verkaufsregionen wie beim ‚Best Of‘-Album vorstoßen. Der Markt ist sehr schwierig. Wenn wir in dieser Situation an die alten Zahlen anknüpfen können, ist das schon ein großer Erfolg“, so Rolef. Sehr wichtig im Schlagerbereich sind nach wie vor eigens produzierte TV-Specials. „Nach der Erstausstrahlung rotieren diese Sendungen mehrmals durch die dritten Programme. Mit dieser Präsenz lässt sich eine Menge bewegen.“



