Bei den diesjährigen Brit Awards setzte die Vermietfirma Britannia Row wie schon im Vorjahr auf ein großes X-Line-System von Electro-Voice.
Die „Brits“ warteten in diesem Jahr mit einer mehr als ungewöhnliche Bühnenkonstruktion auf. Denn erstmals wurde die komplette Breite des ehrwürdigen Londoner Earls Court für eine Doppelbühne – eine sogenannte „Love“- sowie eine „Hate“-Bühne – genutzt, die über ein Präsentationspodium miteinander verbunden waren.
Ein so einzigartiges Konzept forderte von Britannia Row und dem Team von Sounddesigner Derrick Zieba auch eine entsprechend ungewöhnliche Lösung. Da die Live-Acts abwechselnd auf beiden Bühnen auftraten, musste das komplette Equipment zunächst doppelt vorhanden sein. Was bedeutete: Zwei FOH-Pulte, zwei Monitorpulte, zweifaches Stagemonitoring, doppelte Mikrofonie und doppeltes In-Ear-Monitoring. Dennoch setzte Zieba auf ein großes Beschallungssystem. Links und rechts neben der 70 Meter breiten Bühne wurden Fullrange-Boxen der Electro-Voice-X-Line und Subwoofer in einer Höhe von 17 Metern geflogen. Die Fullrange-Arrays brachte man an den Außenseiten der Bass-Hangs an. „Mit der innenseitigen Befestigung der kürzeren Bass-Hangs passten die Speaker-Arrays besser ins Bühnendesign“, so Zieba über diese Lösung.
Jedes Hang der Main-PA bestand aus zwölf EV-XVLS-Speakern und drei XVLT-Boxen. Angrenzend und näher an der Bühnenmitte wurden die Bass-Hangs mit jeweils zehn EV-Xsubs platziert. Abgerundet wurde das Bühnensystem mit einem zentralen Hang, bestehend aus sechs kleinen Speakern, die genau zwischen die Verfolgerscheinwerfer passten. Mit einem ausgewogenen Verhältnis von Pegeln und Delays sorgte Zieba für eine Stereoabbildung in der Mitte der Arena. „Denn auf diese Weise“, so der Sounddesigner, „hatte man nie das Gefühl, dass etwas fehlen würde – selbst wenn man sich in den Randbezirken der Halle aufhielt.“


