Stichhaltige Gründe, die für legale kostenpflichtige Download-Angebote sprechen, liefert eine neue Umfrage, die die Universität Karlsruhe in Zusammenarbeit mit den Marktforschern von Mummert Consulting bei 10.604 Internetnutzern durchgeführt hat. Demnach finden nur zehn Prozent der User das Herunterladen kostenpflichtiger Inhalte problemlos. Die größten Bedenken haben die Befragten wegen möglicherweise virenverseuchter oder fehlerhafter Dateien. Ein Hauptargument, das digitale Musikshops wie popfile.de oder die von OD2 belieferten Dienste wie karstadt.de, MTV.de oder hotvision.de immer wieder ins Feld führen, um für die Vorzüge ihrer Dienstleistungen zu werben. Etwa die Hälfte der User zweifelt an der Vertrauenswürdigkeit der Anbieter oder sieht Probleme bei Reklamationen. Darum versuchen 62 Prozent der Nutzer zuerst, die gewünschten digitalen Inhalte kostenlos zu bekommen. Rund 15 Prozent wollen prinzipiell nicht bezahlen, immerhin ein Viertel ist bereit zu zahlen, ohne sich vorher nach kostenlosen Angeboten umgesehen zu haben. Die Zahlungsbereitschaft hängt auch von der Art der digitalen Ware ab: Bei Software zücken etwa 60 Prozent die Kreditkarte, 46 Prozent würden für Kino- und Konzertkarten bezahlen. Immerhin noch ein Drittel der Befragten ist willens, für Musikdownloads Geld auszugeben. Die repräsentative Befragung wurde heute in Hamburg veröffentlicht, schon vorab präsentierten die Macher vereinzelt Details ihrer Arbeit.
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