“Ich habe erstmal überhaupt nichts gedacht, als ich gewonnen habe“, erzählt Eddie Leo im Interview mit musikwoche. Dabei zeichnete sich seine Favoritenrolle bereits in der fünften Sendung ab, als er mit „Sie liebt mich nicht“ von Xavier Naidoo Publikum und Jury überzeugte. „Dass ich siegen kann, merkte ich erst im Finale. Und dorthin zu kommen, war schon mehr, als ich erwartet hätte.“ Doch da habe ihn schließlich „total der Ehrgeiz gepackt“. Bei den Shows kam ihm die Erfahrung als Entertainer zugute, die er während seiner Zeit mit der A-capella-Gruppe Vocaholics sammelte. Zwar ist Eddie Leo ausgebildeter Sportlehrer, doch die Musik war immer fester Bestandteil seines Lebens.
„Singen lernt man nicht in zwei Monaten. Aber in der Akademie haben wir die Feinheiten heraus gearbeitet.“ Vor allem von Choreographie-Coach Julie Pecquet habe der 31-Jährige profitiert. „Sie hat mir beigebracht, wie wichtig es ist, eine Geste zu zeigen, gerade im Fernsehen“, erzählt er. „Wir haben während der zwei Monate keine harte Schule durchgemacht. Der ‚Express‘ titelte zwar über uns ‚Der Sängerknast‘, aber mir hat das ja Spaß gemacht. Ich bin da als trockener Schwamm rein und wollte soviel Input wie möglich. Es gab kein Blut und keine Tränen.“ Doch Eddie Leo hat sich einen „guten Werkzeugkasten gepackt“ und wird jetzt viele Erfahrungen mit dem Business machen, so hofft er.
Die erste Single, „Ich will mehr als nur dein Freund sein„, zeigte bereits deutliche Einflüsse seiner Vorbilder: Sascha, Xavier Naidoo, Rolf Stahlhofen und Laith Al-Deen. Eddie Leo will mit dem ersten Album, „Flieg mit mir“, vor allem eines zeigen – seine Persönlichkeit: „Ich singe auf meiner Platte nur das, was ich auch präsentieren möchte. Denn ich werde schlussendlich auf die Bühne gehen, ich trage die Verantwortung vor dem Publikum. Ich werde nichts singen, was ich nicht verantworten kann.“



