Musik

Echo Klassik 2002: Gelungene Gala mit Blechschaden

Zur neunten Echo-Klassik-Verleihung versammelte sich am 13. Oktober in der Frankfurter Alten Oper alles, was in der Szene Rang und Namen hat. Dennoch haftete dieser Neunten ein Hauch von „Unvollendeter“ an. Es lag an den Einschaltquoten.

Bislang hatte das ZDF die Preisverleihung traditionell am Sonntagvormittag übertragen. Diesmal ging die künstlerische Leistungsschau der Klassikszene erstmals um 18 Uhr über die Bühne; das Zweite übertrug den Mitschnitt der 90-minütigen Veranstaltung erst ab 22.25 Uhr. Die Einschaltquote fiel prompt magerer aus als im Vorjahr: Damals schalteten sich 1,2 Millionen Zuschauer (6,1 Prozent) zu – heuer waren es 780.000, was einem Marktanteil von 4,8 Prozent entspricht. Dennoch erfüllte der wichtigste Musikpreis im Klassiksektor in diesem Jahr mit einem ebenso abwechslungsreichen wie stimmigen Programm die hoch gesteckten Erwartungen.

Ein Höhepunkt reihte sich an den nächsten – vom „Botschafter der Musik“ Nigel Kennedy über die Wagner-Bearbeitung des Ensembles Blechschaden bis zu den beeindruckenden Performances des russischen Pianisten Evgeny Kissin und der tschechischen Mezzosopranistin Magdalena Kozená. Insgesamt wurden in 20 Kategorien 50 Preise vergeben, doch zum Glück nicht alle im Rahmen der Echo-Gala. EMI Classics und BMG Classics stellten hierbei mit elf Echos die Gewinner. Einen Sonderpreis für die Nachwuchsförderung nahm Liz Mohn, Vorsitzende des Bertelsmann-Verwaltungsrats, Mitglied des Präsidiums der Bertelsmann-Stiftung und Gründerin des internationalen Gesangswettbewerbs „Neue Stimmen“, entgegen.

Zum Auftakt des festlichen Empfangs nach der Gala überreichten Prof. Werner Hay und Gerd Gebhardt von der Deutschen Phono-Akademie sowie ZDF-Intendant Markus Schächter an Volker Dümmler von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz einen Scheck über 23.400 Euro.

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