“Es ist in den ersten vier Monaten gelungen, uns in Ruhe neu aufzustellen. Dabei haben wir gesichtet, was an alten Themen noch übrig war, und gleichzeitig angefangen, auch an neue Themen zu gehen“, ergänzt sein Kollege Volker Mietke, A&R Manager Dance. So konnten die beiden mit der Coverversion von „Children“ von 4 Clubbers, den sie selbst unter Vertrag genommen hatten, einen Erfolg aufweisen und mit „Let’s Stay Together“ von Horny United einen House-Titel in den Charts lancieren. Strategisch drückten die beiden der eastwest-Dance-Abteilung ihren eigenen Stempel auf: „Wir sind jetzt breiter aufgestellt. Denn wir haben versucht, die kommerziellen Themen vorsichtig an das etablierte Label-Portfolio heranzuführen.“
Dazu gründeten sie das neue Label F+ plus, auf dem unter anderem Großraumdisco-Themen stattfinden werden. „Dabei sind wir behutsam vorgegangen, um die eingeführte und kredible Marke Fuel nicht zu verwässern.“ Hier soll zudem mehr House stattfinden. Als kommende Veröffentlichungen preisen Friedrich und Mietke „Words“ von der Schweizer Top-DJ-Frau Tatana und die neue Single der Formation TokTok vs. Soffy O. an, von der im Sommer ein Album folgen soll.
Neues steht auch von 4 Clubbers an. Ihr Track „Together“ ist diesmal ein selbstverfasstes Stück, das wie alle Veröffentlichungen zunächst auf Vinyl erscheint.“Für uns ist Vinyl unverzichtbar. Dabei veröffentlichten wir einen Titel grundsätzlich erst, bevor wir ihn über den Pool bemustern. Und das hat nicht nur wirtschaftliche Gründe. Denn ein DJ, der sich eine Platte im Laden heraussucht und kauft, identifiziert sich viel stärker mit der Nummer als mit einem bemusterten Titel und wird diesen dann auch wirklich auflegen. Zudem ist bei Tracks, die noch nicht über die Bemusterung für jeden erhältlich sind, der Hype und damit der Promotion-Effekt viel höher“, sagt Mietke, der einst als DJ-Promoter für wea arbeitete.
Im vereinigten Warner Pool finden sich rund 2000 Mitglieder, die aber nicht alle wöchentlich Platten erhalten. „Im Vergleich mit den vergangenen Jahren bemustern wir zielgerichteter – so bekommt etwa ein House-DJ keine Techno-Platten. Zudem konnten wir auch die Bemusterung über externe Pools reduzieren – und manche Pools bemustern wir gar nicht mehr.“



