Musik

Eagle Rock: Nuggets aus dem Adlerhorst

Mit Rock und Pop für Käufer ab 25 Jahren verzeichnet die Firma Eagle Rock in Deutschland stabile Umsätze. Aktuelle Schwerpunkte sind Veröffentlichungen von Bands und Künstlern wie Dio, Danzig, Jethro Tull und den Simple Minds.

Gute Kontakte sind ein Schlüssel zum Erfolg, das gilt für das Musikgeschäft wie für jede andere Branche. Die Branchenkontakte von Lindsay Brown, Managing Director von Eagle Rock Entertainment in London, aber sind ein Grundpfeiler der Firma. Der ehemalige Manager von The Sweet und Barclay James Harvest konnte renommierte Acts wie Simple Minds, Nik Kershaw, Alice Cooper und John Mayall als Vertragspartner gewinnen. „Wir haben meist Künstler, die schon lange im Geschäft sind, und auf einem Label sein wollen, das flexibler mit Musikern umgeht als ein Major“, erklärt Gino Naschke, Labelmanager der deutschen Filiale von Eagle und Spitfire in Hamburg. Tobias Allert, Promo- und Marketing-Koordinator, ist das zweite Mitglied des Zwei-Mann-Büros, zusammen kümmern sie sich um sämtliche Aspekte der Veröffentlichungen. Neue Acts kostspielig aufzubauen, plant Eagle nicht. „Das Geschäft in dieser Nische funktioniert so gut, dass es keinen Grund gibt, von diesem Konzept abzuweichen“, stellt Naschke klar. Je nach Thema findet das Hamburger Duo Verstärkung bei Promotion-Agenturen wie cmm, Gordeon, Public Propaganda und Sure Shot. „In letzter Zeit hatten wir öfter das Glück, bei diesen Firmen Fans von unseren Acts zu finden. Das ist natürlich das Beste, was einem passieren kann“, freut sich Allert über das leidenschaftliche Engagement von einigen Promotion-Mitarbeitern. Zum erlesenen Künstlerstamm von Eagle zählen unter anderem Danzig, Dio und Jethro Tull. Zudem erscheinen neue Tonträger von Alexander O’Neal, Miles Hunt, Bowles & Morley, Ted Nugent sowie das erste Soloalbum von Stefan Elmgren. Für den Herbst erwartet Eagle Leckerbissen, die dem Rockfan das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen: Roger Glover (Deep Purple), The Levellers, Paul Rodgers und LA Guns. „Die Zielgruppe, die wir ansprechen, ist noch gewillt, CDs zu kaufen. Das Problem mit Brennerei und MP3s haben wir nicht“, erklärt Naschke. „Unsere Umsätze steigen zwar nicht, aber sie bewegen sich auch nicht nach unten.“